Ulrike Claudia Tscharre kommt an einem sonnigen Tag im Mai in Bad Urach zur Welt.
Sie wächst als mittleres von drei Kindern auf dem Land in Baden- Württemberg auf.
Jeden Tag ihrer Schulferien verbringt sie in ihrer zweiten Heimat Kärnten.
Schon in der Grundschule drängt es sie auf die Bühne und sie gibt die Gretel im Singspiel
"Hänsel und Gretel", wo sie direkt ihren ersten Einsatz verpatzt. Und sie hat sie erwischt -
die Liebe zum Theater.

Nach dem Abitur traut sie sich als rechtes Landei nicht zum Vorsprechen an eine Schauspiel-
schule, probiert es dann halbherzig mit der wohl unpassendsten Rolle und fällt prompt mit
Pauken und Trompeten durch. Also studiert sie Literatur und tritt einer jungen Theatertruppe bei.
Bald wird sie als Gast an einem kleinen Theater engagiert und spielt ihre Traumrolle, die
Eglé in "Der Streit" von Marivaux.

Nach mehreren folgenden Hauptrollen stösst sie jedoch an ihre darstellerischen Grenzen und traut sich doch an eine Schauspielschule. Nach zwei Jahren wird ihr jedoch zu fad und sie nimmt Reissaus nach Köln. Dort hat sie bald ihren ersten Drehtag fürs Fernsehen, ist entsetzt und will damit nie wieder etwas zu tun haben.
Dieser Vorsatz hält ca ein halbes Jahr, bis sie eine große Rolle in einer ARD-Serie angeboten
bekommt. Die Produktion wandert nach Fertigstellung erstmal ins Archiv und der Traum von
der großen Karriere ist geplatzt. Doch jetzt hat sie Blut geleckt und will spielen, spielen, spielen.
Was sie dann auch tut. Sie spielt in den unterschiedlichsten Reihen, Serien und Filmen. Ihr Kinodebut gibt sie mit dem Film "Schöne Frauen", der mehrere Preise auf verschiedenen Festivals gewinnt.

Ulrike C. Tscharre lebt in Berlin, hofft auf eine Dachterrasse und arbeitet wo immer
sie gebraucht wird.